Die Ausstellung der besten Fotos in Berlin ab dem 4. April 2022

Datum: 4. April 2022 bis 7. Mai 2022

Ort: MSB Medical School Berlin

Rüdesheimer Straße 50, 14197 Berlin

Mit einem Blick zurück auf die letzten zwei Jahre lädt die Ausstellung zu einer Reflexion der realen Erfahrungen alter und sehr alter Menschen während der Pandemie ein. „Wenn in der öffentlichen Debatte der letzten Monate über ältere Menschen gesprochen wurde, dann fokussierte sich die mediale Bildsprache sehr einseitig auf gebrechliche alte Menschen an Rollatoren oder die bloße Darstellung von Körperteilen wie etwa faltige Hände – ohne älteren Menschen ein Gesicht und eine Stimme zu geben“, sagt Eva Marie Kessler, Professorin für Gerontopsychologie an der MSB Medical School Berlin und Projektleiterin des Forschungsprojektes IM/AGE-19.

Mit einem Blick zurück auf die letzten zwei Jahre lädt die Ausstellung zu einer Reflexion der realen Erfahrungen alter und sehr alter Menschen während der Pandemie ein. „Wenn in der öffentlichen Debatte der letzten Monate über ältere Menschen gesprochen wurde, dann fokussierte sich die mediale Bildsprache sehr einseitig auf gebrechliche alte Menschen an Rollatoren oder die bloße Darstellung von Körperteilen wie etwa faltige Hände – ohne älteren Menschen ein Gesicht und eine Stimme zu geben“, sagt Eva Marie Kessler, Professorin für Gerontopsychologie an der MSB Medical School Berlin und Projektleiterin des Forschungsprojektes IM/AGE-19.

Zahlreiche Fotos sind beim Fotowettbewerb „Mehr als die Risikogruppe“ eingegangen, die vielfältige alltäglichen und nicht-alltäglichen Momente zeigen, wie alte und sehr alte Frauen und Männer in der Corona-Pandemie gelebt haben. Teilgenommen haben Profi- und Gelegenheitsfotograf:innen aller Altersgruppen.

Die Arbeiten der fünf Preisträger:innen sowie fünfzehn weiterer Beiträge, welche die Expert:innenjury aus den Bereichen Fotografie, Alters- und Medienwissenschaft ausgewählt hat, werden in dieser Ausstellung in den repräsentativen Räumen der Medical School Berlin inmitten eines Parks im Bezirk Berlin-Wilmersdorf gezeigt.

Die besten Fotos des Wettbewerbes zeigen ältere Menschen, die ihr Leben in kleinen und großen Momenten der Corona-Pandemie gestalten. Die Gesichter der Ausstellung zeigen sich dynamisch oder stoisch, entspannt oder engagiert, sie sind neugierig nach vorne orientiert oder entspannt und scheinen sich den gängigen Bildern aus den Medien zu älteren Menschen in der Pandemie zu widersetzen. Es muss nicht außergewöhnlich oder spektakulär sein, man spürt es in allem, was sie machen: die dynamische Vorfreude auf den Strand, die Ruhe bei der Beschäftigung mit der eigenen Welt in der Erinnerung, die Entspannung bei der kreativen Pause, die Kraft und Inspiration für die weitere Arbeit tankt, die intime Zweisamkeit im öffentlichen Raum, die eine Berührung zulässt oder die neugierige Zuwendung in der privaten Unterhaltung. Es sind allesamt Bilder, die Geschichten von der Pandemie aus der Perspektive von älteren Menschen erzählen.

Im Kontrast dazu werden fünf Fotos gezeigt, die in deutschen Artikeln zu älteren Menschen im Kontext der Corona-Pandemie besonders häufig gezeigt wurden. Eine dazu groß angelegte Studie des Forschungsprojekts IM/AGE-19 zu tausenden aktuellen Pressebildern kam zu dem Ergebnis, dass Fotos meist Bilder anonyme Menschen zeigen ohne jegliche Individualität. Sie werden zu stereotypen Abziehbildern, die Vorurteile bedienen. Es sind Alte im Rollstuhl oder mit Rollator, in schwachem körperlichen Zustand, Alte in Situationen der Hilfsbedürftigkeit und allein. Diese häufig verwendeten Fotos betonen im Vergleich noch einmal die Besonderheiten der Fotos aus dem Wettbewerb.