Fotowettbewerb „Mehr als die Risikogruppe“. Vom (nicht-)alltäglichen Leben älterer Menschen während der Corona-Pandemie

Ein Fotowettbewerb der Josef und Luise Kraft-Stiftung und des Forschungsprojektes IM/AGE-19 der MSB Medical School Berlin

Für diesen Wettbewerb suchen wir Fotos jenseits klischeehafter Darstellungen, die die vielfältigen alltäglichen und nicht-alltäglichen Momente einfangen, die alte und sehr alte Frauen und Männer während der Pandemie zeigen.

Ob ‚Selfies‘ aus Ihrem eigenen Leben im Alter oder Fotos von Großeltern, alten Eltern, Freund:innen, Partner:innen, Nachbar:innen – prämiert werden Fotos von Profi- oder Gelegenheitsfotograf:innen aller Altersgruppen, die den Betrachter:innen einen lebendigen und vielleicht überraschenden Einblick in das Leben von Menschen im hohen und sehr hohen Lebensalter in den verschiedenen Phasen der Pandemie geben. Ob etwa zuhause in Quarantäne, beim Spaziergang, im Videochat, vorm Impfzentrum oder auch an außergewöhnlichen Orten. Stöbern Sie in Ihrem Foto-Archiv der vergangenen 18 Monate und senden Sie uns Ihre Fotos zu, die zeigen, wie die Corona-Krise aus der Perspektive älterer Menschen bisher erlebt und bewältigt wurde.

Mit einem Blick zurück auf die letzten eineinhalb Jahre möchte der Fotowettbewerb zu einer Reflexion der realen Erfahrungen alter und sehr alter Menschen während der Pandemie einladen. „Wenn in der öffentlichen Debatte der letzten Monate über ältere Menschen gesprochen wurde, dann fokussierte sich die mediale Bildsprache sehr einseitig auf gebrechliche alte Menschen an Rollatoren oder die bloße Darstellung von Körperteilen wie etwa faltige Hände – ohne älteren Menschen ein Gesicht und eine Stimme zu geben“, sagt Eva-Marie Kessler, Professorin für Gerontopsychologie an der MSB Medical School Berlin und Projektleiterin des Forschungsprojektes IM/AGE-19. „Genau das wollen wir mit unserem Wettbewerb tun.“

Einsendeschluss war der 25. Oktober 2021.

Ausstellung

Eine Ausstellung – online oder in Präsenz – mit einer Auswahl der eingesendeten Fotografien ist in Planung.

Die Jury

Die Jury des Fotowettbewerbs besteht aus Expert:innen aus den Bereichen Fotografie, Medien und Altersforschung.

  • Prof. Dr. Dagmar Hofmann (Professur für Medien und Kommunikation, Universität Siegen)
  • Prof. Dr. Anna Kornadt (Professur für Psychologie, Universität Luxemburg)
  • Karsten Thormaehlen (Fotograf)
  • Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt (Professur für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung, Universität Köln)
  • Dr. Caroline Green (Gerontologin mit Schwerpunkt auf Menschenrechten und älteren Menschen)

Die Preise

  • 1. Platz: 2.500 Euro
  • 2. Platz: 1.000 Euro
  • 3.-5. Platz: 500 Euro 

Initiator:innen

IM/AGE-19 ist ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Eva-Marie Kessler von der MSB Medical School Berlin. Untersucht wird die mediale Sichtbarkeit älterer Menschen über die Corona-Pandemie hinweg. Insbesondere wird untersucht, ob ältere Menschen im medialen Diskurs selbst ‚eine Stimme‘ bekommen, oder ob vielmehr vor allem über sie gesprochen wird. Das interdisziplinäre Projektteam von IM/AGE-19 besteht aus Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Psychologische Alternsforschung (Dr. Catherine E. Bowen, Wien), Soziale Gerontologie (Prof. Dr. Annette Franke, Ludwigsburg; Dr. Janina Myrczik, Berlin) und Medienwissenschaften (Prof. Dr. Clemens Schwender, Berlin).

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung setzt sich seit 30 Jahren für die Interessen älterer Menschen in der deutschen Gesellschaft ein. Dabei kooperiert die Stiftung mit verschiedensten Organisationen und Einrichtungen, die lösungsorientierte und ideenreiche Projekte initiieren, mit denen der Brückenschlag in die Gesellschaft gelingt. Die Stiftung ist alleinige Eigentümerin des Baustoffhandelskonzerns KRAFT Baustoffe GmbH München und führt das Lebenswerk der Stifter Josef und Luise Kraft fort. Sie generiert ihre Spendenmittel in erster Linie aus den Erträgen ihres Unternehmens.