Facettenreiche Einblicke in das Leben älterer Menschen in der Pandemie

81 Jahre alt und Sport trotz Lockdown, Erika Rischko.
Ich lasse mir die Freude am Sport nicht nehmen. Auch wenn die Fitnessstudios geschlossen waren, habe ich als 81-jährige regelmäßig trainiert (Inspiration habe ich mir in den sozialen Medien geholt: Instagram, TikTok und YouTube). Meine Sporteinheiten habe ich seit Beginn der Pandemie angefangen auf Instagram und TikTok zu teilen.

Verbunden, Bernd Lindig.
Gelingende Beziehungen waren in der Corona-Zeit für alle Menschen, besonders aber für die Ältesten, ebenso elementar wie schwierig, manchmal unmöglich. Das Foto wurde während eines Gartenkonzertes aufgenommen und zeigt einen jener wunderbaren Momente wirklicher Verbindung. Die alte Dame ist schwer dement und viele Stunden am Tag vor allem bei sich.
Erfolgreiche Seniorenleichtathleten, Laszlo Ertl
Endlich wieder Deutsche Meisterschaften für Senioren!
Überschwängliches Wiedersehensglück, Angelika Wolf.
Dieses Foto ist als Schnappschuss im April 2020 entstanden, nachdem wir mit unseren beiden Kindern für 3 Monate im Ausland waren und direkt im Anschluss der Lockdown begann. Somit hatten wir meine Mutter über 5 Monate nicht mehr live gesehen. Trotz der Maßnahmen waren es ihr und uns aber nach der langen Zeit ein so wichtiges Bedürfnis, dass wir uns ganz spontan in der Mitte zwischen Heidelberg und Freiburg für eine kleine Wanderung im Wald getroffen haben. Dieses Bild von Omi und der kleinsten Enkelin, direkt zu Beginn des Treffens geschossen, zeigt für mich das unbeschreibliche Glück und die unfassbare Herzensfreude sich endlich mal wiederzusehen und umarmen zu können!
Baguette-Battle, Wolfgang Pantzer.
Seit Januar 2021 liefern sich meine Schwiegermutter & ich einen Baguette-Back-Wettbewerb. Nachdem ich mit Baguettebacken angefangen hatte, schickte ich meiner Schwiegermutter (73) ein Foto. Nach einem Monat begann sie auch damit…seither schicken wir uns von jedem gebackenen Baguette ein Bild per WhatsApp.
Gemütlicher Kaffeeklatsch zum Muttertag, D. Scholz.
In liebevoller Erinnerung an meine verstorbene Großmutter-
Während der Corona Pandemie rief mich mein Vater an und gab mir meine Demenz erkrankte Mutter ans Telefon. Sie sagte, dass sie sich einsam fühlen würde, weil keiner mehr zu Besuch komme. Ich wusste nicht, wie viel gemeinsame Zeit uns noch bleibe würde und entschied mich für regelmäßige Besuche mit größter, mir möglicher Sicherheit“ (09. Mai 2021, Worte meiner Mutter)
Als Enkelin und Hobbyfotografin hat das Bild eine sehr emotionale Bedeutung für mich. Auf den ersten Blick erinnert es mich an eine schwierige Zeit mitten in der Corona Pandemie und weckt Gefühle der Niedergeschlagenheit, bei längerem Betrachten empfinde ich jedoch Freude, denn wir als Familie haben einen Weg gefunden, meiner Großmutter das Gefühl der Einsamkeit durch kleine, sie glücklich machende Momente zu nehmen.
Café, Julia Sanftl
Wieder in Kontakt treten. Austausch. Lebendigkeit. Kultur. Kinder lachen. Jugendliche flirten, das betagte Paar mittendrin, ein Ruhepol. Trinken Café, lesen die Tageszeitung, bereichern die Szene durch ihr Dasein.
Alpakatherapie, Ralf Schwärz.
Wertvolle Alpaka Therapie. Durch sein ruhiges und freundliches Wesen strahlt das Alpaka eine absolute Ruhe und Gelassenheit aus und wirkt dadurch auf die Menschen in seiner Umgebung ausgleichend und entspannend. Das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein werden gestärkt und geben Sicherheit und somit auch die Kontrolle über sich selbst und die Umwelt.
So schöpfen die Menschen wieder Kraft für den Alltag.
Feierabend, Andrea Hinterleitner.
Altbäuerin genießt den Feierabend nach einen langen schweren Arbeitstag
Balkonkonzert, Selina Schmidt.
Balkonkonzerte – einer der prägenden Begriffe während der Corona-Pandemie. Auch in unserer Einrichtung freuten sich die Bewohner:innen über diese liebgewonnene Abwechslung. Während des Besuchsverbotes, spielten immer wieder unterschiedliche Gruppen, die mit unserer Einrichtung verbunden sind, in unserem Innenhof.
Lied der Hoffnung, Arez Ghaderi.
Eine alte Frau singt, um Demonstranten aufzuheitern, gegen den Bau der Autobahn A49 in Dannenrod .
Glückliche Fasching: Einhorn, Violetta Zuzalek.
Die Angebote und Veranstaltungen 2020/2021 waren fast unmöglich geworden. Es war Kreativität und Engagement gefragt, um den BewohnerInnen in SeniorenWohnen Pasing-Westkreuz das Leben zu erleichtern und der Vereinsamung entgegenzuwirken. Alle Feste und Veranstaltungen waren abgesagt. Es konnten nur noch Einzelbetreuungen stattfinden.
Dieses Bild entstand am Faschingsdienstag. Wir haben uns für und mit den BewohnerInnen verkleidet und im kleinen Rahmen gefeiert. Mit Krapfen und bunten Kamellen, die an die BewohnerInnen verteilt wurden.
Rollatortraining, Joachim Lebens.
Der Seniorenbeirat der Stadt Bad Salzungen hat in Zusammenarbeit mit Schindewolf und Schneider ein Rollatortraining für die Pflegeheime organisiert.
Dabei wurden die Rollatoren überprüft und wenn nötig justiert. Danach wurden mehrere Situationen des Einsatzes geübt. Dieses Rollatortraining kam bei allen Beteiligten so gut an,dass wir das nun in allen Pflegeheime n des WAK durchführen werden. Es war eine gelungene Abwechslung für unsere Heimbewohnerinnen und Heimbewohner.
Hospizlicher Besuchsdienst im Pflegeheim mit Säugling, Sandra Drees-Kinder.
Derzeit besuche ich wöchentlich eine demenzkranke Bewohnerin. Unser 7-monatiger Sohn Maks begleitet mich bei diesen wöchentlichen Besuchen. Die demenzkranke Bewohnerin, einst beruflich Säuglingsschwester, und Maks verbringen eine sehr wertvolle Zeit miteinander. Diese Momente bewegen und allein beim Zusehen bin ich berührt von der Emotionalität, die diese Besuche mit unserem Sohn Maks bei der Bewohnerin mit sich bringen.
Traditionen soll man pflegen, Violetta Zuzalek.
Die Angebote und Veranstaltungen 2020/2021 waren fast unmöglich geworden. Es war Kreativität und Engagement gefragt, um den BewohnerInnen in SeniorenWohnen Pasing-Westkreuz das Leben zu erleichtern und der Vereinsamung entgegenzuwirken. Alle Feste und Veranstaltungen waren abgesagt. Es konnten nur noch Einzelbetreuungen stattfinden. Das Foto zeigt eine Mitarbeiterin mit einem Bewohner am „Unsinnigen Donnerstag“, das ist hier in Bayern der Donnerstag vor Faschingsdienstag. Die Frauen übernehmen das Zepter. Den Männern werden symbolisch die Krawatten abgeschnitten.